Santa Maria Novella in Florenz: Sehenswertes im Viertel

Foto della Basilica di Santa Maria Novella di giorno dalla piazza
Geschrieben von AlessandroAlessandro gestisce il B&B Marbò Florence nel cuore di Firenze. Scrive queste guide per raccontare la città come farebbe un padrone di casa, con i consigli che darebbe a un amico in visita.

Das Viertel rund um Santa Maria Novella ist für die meisten Gäste die erste Adresse in Florenz: Hier kommen die Züge an, hier beginnt die Altstadt, und hier liegt auch unser Bed & Breakfast. Zwischen Bahnhof und Piazza Santa Maria Novella stehen auf wenigen hundert Metern eine der bedeutendsten Kirchen der Renaissance, ein Museum für Kunst des 20. Jahrhunderts und eine Apotheke aus dem Jahr 1221.

Der Bahnhof und die Ladenpassage

Der Hauptbahnhof ist mehr als ein Verkehrsknoten: Er gilt als Hauptwerk des italienischen Rationalismus. Ein Architektenkollektiv um Giovanni Michelucci baute ihn Mitte der 1930er-Jahre bewusst flach und schnörkellos, damit er der gotischen Basilika gegenüber nicht die Schau stiehlt. Wer sich für Architektur der Moderne interessiert, sollte einmal bewusst durch die lange Schalterhalle gehen.

Im Untergeschoss liegt eine Ladenpassage mit Mode, Souvenirs, Bars und Restaurants – nützlich vor der Abfahrt oder wenn es draußen regnet. Praktisch außerdem: Die Gepäckaufbewahrung befindet sich am Gleis 16, und vor dem Bahnhof fahren die Straßenbahnen ab, unter anderem die Linie T2 zum Flughafen Peretola.

Die Basilica di Santa Maria Novella

Die Dominikanerkirche ist eines der wichtigsten Bauwerke der Stadt. Ihre Marmorfassade ist ein Schlüsselwerk von Leon Battista Alberti, der den unvollendeten gotischen Bau ab 1458 mit den Mitteln der antiken Geometrie zu Ende dachte: Die berühmten seitlichen Voluten verbinden das hohe Mittelschiff mit den niedrigen Seitenschiffen und wurden für Jahrhunderte zum Vorbild im Kirchenbau.

Im Inneren hängt links die Dreifaltigkeit von Masaccio, das erste Wandbild der Kunstgeschichte mit mathematisch korrekter Zentralperspektive. Dazu kommen der Freskenzyklus von Ghirlandaio im Chor, an dem der junge Michelangelo als Lehrling mitarbeitete, das Kruzifix von Giotto im Mittelschiff und die spanische Kapelle mit ihren Fresken aus dem 14. Jahrhundert.

Für den Besuch sollten Sie zwei Dinge wissen: Es wird Eintritt verlangt, und während der Gottesdienste ist die Kirche für Besichtigungen geschlossen. Wie in allen Kirchen Italiens gilt außerdem eine Kleiderordnung, Schultern und Knie sollten bedeckt sein.

Museo del Novecento

Direkt an der Piazza Santa Maria Novella, im ehemaligen Spital der Leopoldinen, zeigt das Museo del Novecento italienische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Es wurde 2014 eröffnet und ist damit die jüngste der großen Sammlungen der Stadt – ein willkommener Kontrast, wenn man drei Tage lang Renaissance gesehen hat.

Gezeigt werden Werke aus den städtischen Beständen, darunter Arbeiten von De Chirico, Morandi und Fontana, ergänzt durch Wechselausstellungen und Installationen. Das Haus ist überschaubar, eineinhalb Stunden reichen. Wie viele Museen in Florenz hat es einen festen Ruhetag in der Woche, prüfen Sie die Öffnungszeiten vor dem Besuch.

Officina Profumo-Farmaceutica di Santa Maria Novella

1221 legten die Dominikanermönche neben dem Kloster einen Kräutergarten an und begannen, Salben, Tinkturen und Destillate herzustellen. Daraus wurde eine der ältesten noch arbeitenden Apotheken der Welt. 1533 entstand hier für Caterina de’ Medici das Acqua della Regina, ein Duftwasser, das sie mit an den französischen Hof nahm – die Geburtsstunde der europäischen Parfümerie. 1612 erhielt die Offizin vom Großherzog der Toskana das Recht, öffentlich zu verkaufen.

Heute ist der historische Teil ein frei zugängliches Museum: Die alte Verkaufshalle mit ihren Fresken, die Sakristei und die Apothekengefäße kann man ohne Eintritt und ohne Kaufzwang ansehen. Verkauft werden Parfums, Seifen, Cremes, Kräutertees und Liköre nach überlieferten Rezepturen. Ein guter Ort für Mitbringsel, die tatsächlich aus Florenz stammen.

Wenn Sie mehr Zeit haben

Zwei Ziele im selben Viertel, an denen fast alle vorbeilaufen:

  • Chiesa di Ognissanti, fünf Gehminuten Richtung Arno: Hier hängen der Heilige Augustinus von Botticelli und der Heilige Hieronymus von Ghirlandaio nebeneinander, im Refektorium ein Abendmahl von Ghirlandaio. Botticelli selbst ist in dieser Kirche begraben.
  • Palazzo Rucellai in der Via della Vigna Nuova, ebenfalls von Alberti: die erste Palastfassade, die die drei antiken Säulenordnungen übereinanderstapelt.

Santa Maria Novella als Ausgangspunkt

Alle genannten Ziele liegen in wenigen Gehminuten voneinander entfernt, ein halber Tag genügt für das ganze Viertel. Danach beginnt die übrige Stadt praktisch vor der Tür: Der Dom ist zehn Minuten entfernt, die Uffizien fünfzehn. Weiter geht es mit unserem Vorschlag für einen Tag in Florenz, mit den geführten Touren oder mit den praktischen Reisetipps für Ihren Aufenthalt.

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